Good Night! Schöner schlafen im Herbst & Winter.

In Zusammenarbeit mit Hunkemöller. 

Jetzt ist sie da, diese ungemütliche Jahreszeit, in der es morgens auf dem Land noch so UNGLAUBLICH stockdunkel ist. Äh, warum sollte ich jetzt nochmal aufstehen? Ach ja, die Kinder … Ganz ehrlich: Ich mutiere ab Herbst vom Frühaufsteher zum Typ Winterschlaf. 

Ohne Wolldecke und Pyjama geht bei mir gar nichts. 

Die Pyjamahosen klaue ich mir bislang oft aus dem Schrank meines Mannes, weil die so schön kuschelig sind. Aber so langsam muss mal ein eigener Schlafstyle her, und auch ein paar gesündere Schlafgewohnheiten, die lasse ich nämlich gerade ganz schön schleifen. 

Wie geht eine gesunde Schlafroutine im Herbst und Winter?

Ich gebe es gerne offen zu: Ich bin eine echte Trödlerin, wenn es ums Zubettgehen geht, und dann beschwere ich mich am anderen Tag, dass ich mich gar nicht konzentrieren kann. Dabei macht eine gesunde Schlafroutine nachweislich erfolgreicher. Und fitter. Und fokussierter. Und schöner. Übrigens schlafen wir alle durch die ständigen (digitalen) Impulse und die Aufgabenvielfalt in unseren Leben immer weniger und schlechter. Na, dann gute Nacht …

Gesund schlafen like a Boss. 

10 Tipps zum besseren (Ein)schlafen: 

1. Kühler Raum, kuschelige Kleidung.

Dein Schlafzimmer sollte idealerweise nicht viel wärmer als 18° sein. Falls dir das (wie mir) echt kühl vorkommt, dann bist du wohl auch eher der Pyjama-Typ, zumindest im Winter.  

Ich brauche mindestens halblange Ärmel, damit ich morgens nicht als Frostbeule aufwache. Genau meins sind Loungewear-Sets, beispielsweise aus Sweatshirts und Bikershorts. Da gibt’s dann auch keine Kordel und kein Bündchen, das irgendwo zwickt.

2. Das schönste Schlafzimmer.

In unserem Schlafzimmer steht seit Ewigkeiten ein halb auseinandergefallener Lego Todesstern. Dein Schlafzimmer ist auch irgendwas zwischen Abstellkammer, Büro und Klamotten-Auffangstation? Dann mach wieder ein richtig schönes Zimmer daraus. 

Überlege beim Ausmisten des Raumes, ob du zum Einschlafen überhaupt so viele Möbel und Sachen brauchst und setz lieber schlaffördernde Düfte ein. Also tschüss Riesenmonsterschrank, hallo Lavendelstrauß.

3. Acht Stunden Schlaf. Immer. 

Auch, wenn wir das mit den festen Schlafenszeiten bei den Kindern jahrelang super durchgezogen haben, scheitere ich selbst täglich daran genug zu schlafen. Dabei ist Schlaf neben unserer Atmung das Wichtigste überhaupt, um in der Spur zu bleiben. 

Schlaf heißt: täglich 8 Stunden zu möglichst gleichen Zeiten, um deinen inneren Wecker zu stellen. Dann bist du auch mental wacher, wirst seltener krank, hast ein gesenktes Herzinfarkt-Risiko und tust was für deine Figur. Im Schlaf wird nämlich u.a. das sattmachende Hormon Leptin ausgeschüttet.

4. Eine gute Matratze & Co.  

Ok, eine neue Matratze zu kaufen ist nicht gerade ein Spaßprojekt. Dafür musst du es grundsätzlich auch nur ungefähr alle acht Jahre tun, aber dann solltest du dich auch richtig reinhängen – eben wie bei allen längeren Beziehungen. 

Das richtige Kopfkissen ist eines, das die Halswirbelsäule entspannt, dabei kommt es auch darauf an, ob du auf dem Bauch, Rücken oder auf der Seite schläfst. Bei Rückenschläfer:innen (🙋‍♀️) genügt ein relativ flaches Kissen, um die Wirbelsäule in die Waagerechte zu bringen. Wenn du auf der Seite schläfst, muss es gemäß deiner Schulterbreite etwas höher sein. Bauchschläfer:innen kommen eigentlich am besten ohne Kissen aus, um den Nacken nicht zu überstrecken. 

5. Join the dark Side

Auch, wenn es natürlich super ist, durch Sonnenstrahlen geweckt zu werden, sollte dein Schlafzimmer dunkel sein und möglichst frei von allen Geräten, die dich mit kleinen blinkenden Lämpchen zum Anschalten animieren. 

Wenn du den Raum nicht richtig abdunkeln kannst oder magst, dann schaff dir eine Schlafmaske für zu Hause und unterwegs an. Die sieht nicht nur irre mondän und nach Frühstück bei Tiffany aus, sondern eignet sich auch bestens für einen Powernap am Tag (Profis empfehlen 20 Minuten zur Mittagszeit). Außerdem sparst du dir Beziehungs-Diskussionen, ob die Jalousien nun ganz runter sollen oder nicht. 

6. Abschalten = Handy weg.

Instagram eignet sich nicht wirklich als Einschlafritual, ein Serienmarathon bis in die Nacht fällt leider auch aus. Denn das blaue Licht deiner digitalen Geräte regt den Melatonin-Abbau an – des Hormons, das dich entspannt einschlafen lässt. 

Am besten, du verbannst deine digitalen Begleiter komplett aus dem Schlafzimmer, dann läufst du auch nicht Gefahr, dich durch Feeds oder Mails zu scrollen. Einzige Ausnahme: dein eBook-Reader, denn seine Lichtintensität ist im Allgemeinen deutlich unter der eines Handys und vergleichbar mit einer Leselampe. Und: Schaff dir einen guten alten Wecker an. Wenn du einen brauchst. 

7. Outdoor-Aktivitäten.

In diesem Moment gucke ich nach draußen und sehe allerschönstes, goldenes Herbstwetter. Ein Spaziergang würde jetzt schon mal die Bildung des natürlichen Müdemachers Adenosin anregen. Solange du dich nicht vor dem Zubettgehen auspowerst, sind Sport und Bewegung die beste Einschlaf-Vorbereitung, die du tagsüber anleiern kannst. Pilates oder Yoga erzeugen im Herbst und Winter eine angenehme innere Wärme, und die Klamotten bringen ja schon einen gewissen Kuschelfaktor mit.

8. Eine Gravity-Decke. 

Ich habe ein erklärtes Faible für zentnerschwere Überdecken skandinavischer Einrichtungshäuser – mein Mann eher nicht so. Inzwischen ist daher die Überdecke meistens im Schrank, und mein Mann schläft entspannt unter einer dieser leichten Normalo-Bettdecken. Ich hingegen schlafe Vampir-ähnlich ruhig unter einer so genannten Gravity-Decke. Diese sensorische oder Gewichtsdecke ist mit speziellen Kügelchen gefüllt und sollte 10% deines eigenen Körpergewichts wiegen. Die Schwere hat eine entspannende Wirkung, vermittelt Geborgenheit, und du kommst leichter zur Ruhe. 

Gravity-Decken fördern übrigens die Ausschüttung des Glückshormons Serotonin und senken den Cortisolspiegel (= Stresshormon). Sie werden auch zur Therapie bzw. zur Verbesserung der Körperwahrnehmung eingesetzt. 

9. Ein cooles Einschlafritual.

Meins hat ein paarhundert Seiten und wechselt je nach Tagesform zwischen Krimi und Roman. Egal, wie kaputt oder wann ich ins Bett falle, ich schlage vor dem Einschlafen immer ein Buch auf, das entspannt mich total. Dein Wohlfühlritual kann ein völlig anderes sein: Einschlaftee mit Honig, Meditation, Beauty-Ritual in Pantoffeln, kurz die Highlights des Tages aufschreiben  … Hauptsache du fertigst keine To-Do-Liste für alle Familienmitglieder an oder bringst noch mal schnell den Müll raus.

10. Nicht grübeln, träumen.

Du willst einschlafen, aber dein Kopfkarussel dreht sich immer weiter? Gibt ihm etwas Schönes, Produktiveres zu tun: Ein Freund von mir hat in Gedanken Raumschiffe gebaut, um vor dem Einschlafen nicht ins Grübeln zu verfallen, ich habe eine ganze Zeitlang meine Traumwohnung eingerichtet. Heute pflanze ich nachts Gärten an oder stelle mir coole Outfits zusammen. Natürlich alles erst einmal in Gedanken, aber wer weiß;-) Jedenfalls helfen dir solche Phantasiereisen, um abzuschalten und leichter in den Schlaf hinüberzugleiten.


Wie sieht es bei dir mit dem Einschlafen aus? Zu müde, um einen Kommentar zu hinterlassen oder eher voll diszipliniert jeden Tag um 22:00 in den Kissen? Ich wünsch dir eine entspannte Herbst- und Winterzeit!

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