Julia Wißmeier, Bloggerin

Bockpeople wie Julia.

Meine Rechtschreibkorrektur macht aus ihrem Nachnamen „Wissbegier“, und sie hat das einzige Buch übers Texten geschrieben, das ich echt gerne lese (Link siehe unten):

Julia Wißmeier verdient seit fast sieben Jahren ihre Kohle mit Schreiben, vornehmlich als Texterin für IT-Unternehmen (Hut ab). Ansonsten verteilt sie fleißig Schreibtipps for free, damit ihr euch alle mal zusammenreißt und uns nicht weiter mit schlimmen Texten und 08/15-Phrasen belästigt. So, jetzt ist es raus.

Für Bockpeople hat Julia mir ein paar Fragen beantwortet.

Du hier und nicht in Hollywood?

Ich finde es auch komisch. Schlechter als das für CATS kann mein Skript doch auch nicht sein.

Wann stehst du morgens auf?

Um 7. Meistens.

Fuck you, …

Rechtschreibkorrektur auf dem Handy! Du hast doch überhaupt keine Ahnung.

Was machst du nur für Kohle?

Texte für Onlineshops schreiben. Es gibt keine 800 Worte, die man über Klebemagneten sagen könnte. Mir fallen höchstens 80 ein, der Rest ist vollkommener Schmarrn.

Wer oder was inspiriert dich?

Menschen, die jedes Thema unterhaltsam verpacken können. Super finde ich zum Beispiel die Bloggerin Ruth Crilly und den Journalisten Stuart Heritage.

Die Frage, die dir am häufigsten gestellt wird.

„Kann man das so schreiben?“

Julia Wissmeier, Bloggerin

Was machst du am liebsten?

Am liebsten schreibe ich, was ich gerne möchte. Am allerliebsten denke ich darüber nach, dass ich am liebsten schreibe, was ich gerne möchte, guck aber dann doch nur stundenlang Videos auf YouTube.

Welche Kunst möchtest du beherrschen?

Die Kunst, im Angesicht von überwältigendem Idiotentum gelassen zu bleiben. Ich muss ja auch an meinen Blutdruck denken.

Kümmerst du dich um deine Rente?

Äh … steht auf meiner Liste.

Auf was kannst du verzichten?

Floskeln. Unoriginelle Inhalte. Brave Texte. Wer will denn was lesen, was klingt, wie alle anderen Texte auch. Wie will man denn so aus der Masse hervorstechen? 

Was hinterlässt du, wenn du gehst?

Chipsbrösel.

Warst du schon mal angestellt?

Ich war fünf Jahre lang angestellt und konnte mir nie vorstellen, mal selbstständig zu sein. Ich dachte, das entspricht nicht meiner Natur. Jetzt, wo ich selbstständig bin, weiß ich, dass es genau das Richtige für mich ist.

Ich habe mich zu sehr von den wirtschaftlichen Aspekten blenden lassen. Ich hätte mich mehr auf den Sinn des Wortes „selbstständig“ konzentrieren sollen: Ich arbeite nämlich schon immer gerne alleine. Teamarbeit in der Schule war mir ein Graus. Warum soll ich eine Aufgabe mit vier desinteressierten Teenagern bearbeiten, wenn ich es allein viel schneller und besser kann?

Welches Vorurteil deiner Branche erfüllst du?

Ich korrigiere die falsche Ausdrucksweise anderer Leute. „Größer als, nicht größer wie!“

Friedo Content

www.friedo-content.de

Auf Julias Website findest du allerlei wirklich gute Schreibtipps. Wenn du einen Blog hast, findest du dort auch ihr kostenloses E-Book „Erfolgreich bloggen.“

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Originell schreiben

Das Buch zum Text(en)

Ich mag ja das Wort „originell“! Außerdem mag ich Texte, die nicht schon vor Langeweile ganz grün sind im Gesicht. Also schnell das Buch runterladen, lesen, schmunzeln und ein besserer Textmensch werden.

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