Bockpeople wie Marius.

Marius Goldhammer ist Dozent für E-Bass an der Kölner Hochschule für Musik und Tanz, hat ca. 4000 Konzerte rund um den Erdball gespielt und ist auf über 300 Alben internationaler Musiker zu hören. Er arbeitet mit zahlreichen Bands und steht mit Künstlern wie BAP, Stefanie Heinzmann, Max Mutzke oder Nils Landgren auf der Bühne. Er ist Kölner, Vater von zwei Söhnen und verheiratet mit: mir:-)

Für Bockpeople hat Marius 5 von 25 Fragen beantwortet.

Wer hat dir das eigentlich alles beigebracht?

Den Anfang machte ein CVJM Gitarrenkurs. Danach besuchte ich die Musikschule von Ernst Bublitz in Köln-Rath. Bublitz war ein angesehener Arrangeur und Studiomusiker der alten Garde und brachte mir das Gitarrespielen bei. Er war es, der mich zum ersten Mal in ein Tonstudio mitnahm und mir dort zeigte, wie man dort arbeitet. Es war das legendäre Can-Studio in Weilerswist. Das Bassspielen habe ich mir größtenteils selbst beigebracht. Das erste Mal Bassunterricht hatte ich erst mit 20, da spielte ich aber bereits mehr oder weniger professionell.

Dein kreatives Schlüsselerlebnis?

Ein Schlüsselerlebnis war die Erkenntnis, dass es den Beruf „Sessionmusiker“ oder „Studiomusiker“, wie man es damals nannte, gab. In meiner Schülerband hatte ich immer ein leicht schlechtes Gewissen, sobald ich mit anderen Musikern zusammenspielte. Wenn man in einer Band spielte, hatte man dort zu spielen und nirgendwo anders. Basta.

Als ich u.a. durch meinen Schulfreund Ulf herausfand, dass es Musiker gibt, die in vielen verschiedenen Bands spielen und das ein anerkannter Beruf ist, war das Eis gebrochen und ich fing an, mit jedem Musik zu machen, der Bock darauf hatte. Die Band Toto war auf jeden Fall ein wichtiger Motor, da sie ausschließlich aus Studiomusikern bestand.

Foto: René van der Voorden

Die Frage, die dir am häufigsten gestellt wird.

„Kann man denn davon leben?“
Immer wieder gern gehört.

Marius Goldhammer

Übst du?

Ja, ich übe täglich. Nicht stehenzubleiben ist wichtig. Um mental und physisch fit zu bleiben und die Finger in Bewegung zu halten, versuche ich jeden Tag wenigstens eine Stunde zu üben. Wenn ich unterwegs bin, spiele ich natürlich sowieso jeden Tag mehrere Stunden.

Auf was kannst du verzichten?

Definitiv auf Reichtum. Menschen, deren Bestreben darin liegt, möglichst viel Kohle anzuhäufen, sind mir fremd. Ich kenne ein paar davon, und kein einziger ist glücklicher oder zufriedener. Ich kann mich noch sehr gut an die Zeiten erinnern, in denen ich kaum Geld hatte. Das war zwar nicht besonders schön, ging aber auch irgendwie!

Hier geht’s zu Marius‘ Website. Falls du selbst Bass spielst, kannst du Marius‘ Bass-Lessons übrigens bei Patreon abonnieren. Dort erfährst du auch mehr über das Bässe-Sammeln und erhältst einen Einblick in seine Studiosessions. Sieh dir auch sein aktuelles Projekt an:

The #coroboration project!

Marius & Drummer Mario Garruccio

Im März 2020 hat Marius sein #COROBORATION-Projekt gestartet, um Musiker in Krisenzeiten zu inspirieren und näher zusammenzubringen: Er bereichert Instagram-Videos von Drummern um eine eigene Bassline und lässt so aus spontanem Solo-Getrommel ein Zusammenspiel ganz unterschiedlicher musikalischer Ideen entstehen. Inzwischen ist eine Bewegung von Köln bis Brasilien entstanden, und demnächst kommen zu den Videos wahrscheinlich noch Interviews dazu. Schau dir die Videos bei Instagram an!

Titelfoto: Daniela Bologna

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