Good Morning! Warum früh Aufstehen das neue Ausschlafen ist…

Good Morning

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Ich öffne die Augen, als draußen gerade der Regen mit lautem Getöse in ein stattliches Gewitter übergeht. So hatte ich mir das mit dem Urlaub ohne Wecker eigentlich nicht vorgestellt. Wir sind in einem Häuschen in Holland, und draußen tobt neben dem Wetter auch noch das Coronavirus. Einen Moment lang genieße ich die innere Ruhe und das Gefühl, von friedlich schlafenden, geliebten Menschen umgeben zu sein. Dann stehe ich leise auf, gehe in die Küche und mache Kaffee, um zu schreiben.

Keine Frage, ich bin ein Morgenmensch.

Wenn ich eine Tageszeit wirklich mag, dann ist es die, wenn noch alles frisch ist, selbst die eigenen Gedanken. Außerdem schaffe ich als Frühaufsteherin eine ganze Menge an Dingen, die ansonsten im Chaos des Tages untergehen würden. Das gilt übrigens nicht nur für mich, sondern auch für Anna Wintour oder Michele Obama und alle anderen, die früh auf den Beinen sind. Fakt ist: Erfolgreiche Menschen sind selten Langschläfer:innen.

5 Vorteile, ein Early Bird zu sein:

1. Lesen statt Handy.

Ich stehe auf, mache Kaffee oder Tee und lese. Jeden Morgen, gefühlt schon immer. An manchen Tagen lese ich nur 5 Seiten, an anderen 50, aber 15 Minuten sind eigentlich immer drin. Einzige Voraussetzung: Hör auf morgens in dein Handy zu starren. Keine Frage, ich bin ein großer Fan von Instagram. Aber Social Media am Morgen verbreitet bei mir eher Kummer und Sorgen, als sie zu vertreiben, ein Buch hingegen regt die Phantasie an, anstatt sie direkt mit Stuss wegzuplätten.

2. Ungestört kreativ sein.

Studien zufolge ist der Tagesanfang die beste Zeit, um effektiv oder kreativ zu sein, weil dein Kopf mit all seinen kognitiven Fähigkeiten schon so schön klar ist und du trotzdem noch halb in der Traumwelt steckst. Viele Leute beginnen ihren Tag mit Journaling oder Morgenseiten schreiben, um ihren Sonnenaufgang im Kopf zu nutzen. Ich schlage mein Bullet Journal erst so gegen neun auf und mache Pläne eher abends.



3. Frühsport!

Als Selbständige im Home Office sollte Sport eigentlich ganz oben auf meiner To Do Liste stehen, denn ansonsten kann ich mir beim Einrosten und Rundwerden förmlich zugucken. Nur stehen hier oft so viele Projekte und Fahrten mit den Kindern auf dem Plan, dass ich spätestens ab zehn jedes Sport-Zeitfenster verpasse. Wer es hingegen schafft frühmorgens in die Laufklamotten zu schlüpfen und direkt loszumarschieren ist klar im Vorteil. Ich sag mal so: Ich arbeite daran.



Meditieren ist auch so eine Sache, die ich gerne (morgens) anfangen möchte. Auf Clubhouse habe ich letztens gratis geführte Morgen-Meditationen entdeckt, eigentlich könnte ich jetzt im Urlaub super damit starten!

4. Schöner trödeln.

In den letzten Jahren versuche ich vermehrt Stress zu reduzieren, was nach etlichen Jahren Dauerstress gar nicht so einfach ist. Ich habe zwei Jahre Selbständigkeit und eineinhalb Jahre Corona gebraucht um zu realisieren, dass ich im Grunde aufstehen kann, wann ich will, weil ich nicht mehr pünktlich in der Agentur sein muss. Früher habe ich jede wache Minute mit Arbeit vollgestopft. Heute räume ich mir morgens ein natürliches Zeitfenster zum Trödeln ein. Ich muss nicht direkt meine Mails lesen. Ich muss niemandem sofort Frühstück machen. Ich kann in Ruhe selbst frühstücken. Ich kann einen Blogartikel schreiben, ohne aufgrund meiner anderen Projekte in Stress zu geraten. Das alles wiegt das frühe Weckerklingeln tausendfach auf.

5. Besser frühstücken.

Ich bewundere Menschen, die gut kochen können – leider gehöre ich nicht dazu. Aber Frühstück, das kann ich, am liebsten vollwertig und hübsch anzusehen mit Obst, Kaffee mit Hafermilch oder Matcha Tee. Im Winter koche ich schon mal Haferbrei, im Sommer reichen Wassermelone und Knäckebrot. Der frühe Vogel ist übrigens fitter, denn Langschläfer ernähren sich in der Regel ungesünder als Frühaufsteher. Morgenstund hat Gold im Mund? Passt.



Dazu kommt, dass ein Frühstück immer auch etwas Ästhetisches hat, von Obstbrei über Sonnenstrahlen auf dem Tisch bis hin zur Lieblingstasse. Auch, wenn ich mein Ottolenghi Kochbuch selten nutze, steht das Geschirr fest auf meiner Wunschliste;-)



Vor meinem Fenster hier in Holland sitzt übrigens gerade eine Möwe und starrt mich an. Wahrscheinlich hat ein Vormieter unseres Ferienhäuschens sie mal gefüttert, und jetzt bleibe ich ihr das Frühstück schuldig, weil mir meine ganze Familie schon gestern eingebläut hat, dass man Möwen auf keinen Fall füttert.

Einige Sekunden lang starren wir uns an. Dann schreibe ich weiter, bis plötzlich ein ziemlich lautes „PokPok“ mich mitten aus dem Satz reißt. Die Möwe hat allen Ernstes mit dem Schnabel an die Scheibe geklopft hat, damit ich sie füttere. Das Herz einer Mutter kann so viel Betteln unmöglich vertragen. Jetzt sitzt sie auf unserer verregneten Gartenbank, frühstückt und guckt mir beim Schreiben zu. Neun Uhr morgens. Zeit, den Tag zu beginnen, die Sonne kommt raus.

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2 Comments

  1. Du schreibst mir aus der Seele. Auch ich bin der ultimative Frühaufsteher und kann gar nicht verstehen, wie man bis mittags im Bett bleiben kann. Mache ich zwar auch manchmal, aber dann bin ich wirklich richtig krank…..Für mich sind die frühen Morgenstunden die produktivsten Stunden des Tages und wenn meine Mitmenschen endlich wach werden, habe ich viele Pflichtaufgaben schon erledigt. Selbst als ich noch im Angestelltenverhältnis gearbeitet habe und viel unterwegs war, bin ich ganz früh ins hoteleigene Gym (war mir immer wichtiger als eine gut gefüllte Minibar) und/oder habe in Ruhe meine Mails abgearbeitet. Allerdings kam ich mir manchmal wie ein Freak vor, weil ich für abendliche Kneipentouren einfach zu müde war

    1. Am Frühsport arbeite ich noch, mir fehlt der Hund, der morgens einen Spaziergang mit mir macht. Die Katzen haben morgens einfach keinen Bock;-)

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