Selbstoptimierung to go.

Apps Selbstoptimierung

It‘s only 20 minutes a day, Nina.“ Als unser amerikanischer Freund Dino mir vor ein paar Jahren sagte, dass ich eigentlich nur 20 Minuten am Tag in meine Träume und Ziele investieren muss, um diese zu erreichen, habe ich innerlich mit den Augen gerollt. „I don’t have 20 Minutes, Dino,“ so ungefähr lautete damals die Antwort, und zwischen festem Führungsjob, Grundschulkindern und dem üblichen Daily Wahnsinn war da sicher auch was dran. Aber heute? Hatte ich mich nicht eigentlich sogar selbständig gemacht, um ebendiese verf*ten 20 Minuten zu haben? Also Schluss jetzt mit dem Verplempern wichtiger Fokuszeit. Ein paar Tools müssen her.

Das Wichtigste zuerst: ohne Spaß geht gar nix.

Auf ein Ergebnis hinarbeiten, hä? Ne, ich will das lieber jetzt, bitte einmal mit Schleife oder Sahne, Bitteschön, Dankeschön. Kopfmäßig ist mir schon klar, dass auch bei nur 20 Minuten Schreiben am Tag am Ende unweigerlich ein Buch rauskommt. Oder bei 20 Minuten Hanteltraining sowas wie ein Bizeps, hatte ich auch noch nie. Aber es darf sich nicht nach „Ich muss was machen“ anfühlen oder nicht viel Kohle kosten. Wenn es euch genauso geht, empfehle ich euch diese beiden Apps, die dich spielerisch weiterbringen:

1. Forest. Konzentration wachsen lassen.

Forest unterstützt dich darin länger fokussiert zu bleiben. Du stellst ein, wie lange du konzentriert arbeiten oder einfach achtsam mit deiner Zeit umgehen möchtest (Spazierengehen, bewusst Gespräche führen, mit den Kindern spielen, Schreiben, Lesen …) und während du dies machst, wächst in der App ein virtueller Baum. Das Tolle daran: Wenn du dranbleibst, hast du bald einen virtuellen Wald. Wenn du deine Fokus-Zeit allerdings unterbrichst, stirbt das Bäumchen ab.

Ihr könnt auch gemeinsam Bäume pflanzen und den Erfolgsdruck so erhöhen. Wenn nämlich einer ausfällt, verdorren direkt alle eure Bäume. Das ist dann aber eher was für Menschen, die die nötige Zirkeltraining-Mentalität mitbringen. Ich eher so: Ne, lass mal.

Punkte zur Aufforstung sammeln. Nice.

Belohnt wirst du bei Forest stets mit Punkten, mit denen du wiederum diverse virtuelle Baum- und Blumenarten freischalten kannst. Oder du tauschst deine Punkte in echte Bäume um: Forest unterstützt im Rahmen des Projekts Trees for Future die Aufforstung degradierter Flächen in Ost- und Westafrika, um dort die Natur zu revitalisieren und Menschen aus der Armutsfalle zu holen.

Die App Forest gibts schon ewig, und sie ist mehrfach als beste App des Jahres ausgezeichnet worden. Sie ist kostenpflichtig und liegt derzeit bei unter drei Euro (einmalig, kein Abo*). Süße Zusatzfunktion: Du bekommst deine eigene virtuelle Pflanze geschenkt, wenn du einen zauberhaft gemachten Personality-Test durchläufst. Ich hab ne Kokospalme bekommen. Passt.

Habit-Tracker für Quality Time oder Schlaf.

Am Anfang wollten die Forest-Macher die Bildschirmzeit unserer Gesellschaft reduzieren und wieder mehr Aufmerksamkeit auf wichtigere Dinge lenken. Das funktioniert hervorragend, weil du während der eingestellten Fokuszeit nichts Anderes am Handy machen kannst, ohne das dort wachsende Bäumchen zu killen.

Falls du dir auch noch gesunde Schlafgewohnheiten aneignen möchtest, kannst du das mit der App Sleeptown vom gleichen Anbieter nach einem ähnlichen Prinzip machen. Hier baust du eine Stadt. Die App ist kostenpflichtig (derzeit unter drei Euro, einmalig, kein Abo*). Falls du nur Schlafsounds haben willst, ist CampNight vielleicht was für dich, das ist dann ein bisschen wie Zelten mit vernünftiger Matratze (derzeit ca. 1 Euro, einmalig, kein Abo*).

2. BHG – Bear‘s good Habits.

Noch eine voll sinnvolle Spaß-App: Der gezeichnete Grizzlybär Tom hilft dir, mit Bear’s Good Habits Tag für Tag gute Gewohnheiten zu etablieren, indem du sie eintragen und dann mit einem Fußabdruck abhaken kannst. Das Ganze funktioniert supersimpel und ist echt nett (rund 1 Euro, kein Abo*). „Being a Better Bear“ – in kleinen Schritten, wer will das nicht. Sowieso funktionieren süße Tiere bei mir IMMER, und ich muss echt an mich halten, um mir nicht auch noch das Otter Diet Diary zuzulegen. 

Kostenfrei gibts im gleichen Design eine simple Bear Bucket List. Hier kannst du deine After-Corona-Liste reinpacken, wenn du gerne digital pflegen möchtest. Oder du schreibst dir deine Reiseziele oder Träume rein. Umgesetzte Punkte bleiben als Erinnerungen mit Fußabdrücken stehen. 

Ähnlich wie Forest: der Bear Focus Timer.

Der passende Bear Focus Timer ist dann wieder kostenpflichtig (derzeit unter 3 Euro, einmalig, kein Abo*) und funktioniert ähnlich wie Forest (siehe auch Pomodoro-Methode), nur dass du hier dein Handy auf den Bildschirm legen und fokussiert bleiben musst. Ein Natursound hilft dir dabei und zeigt, dass die App auch bei umgedrehten Bildschirm funktioniert, falls du einer dieser Menschen bist, die am liebsten auch das Licht im Kühlschrank kontrollieren würden. Wenn du dein Zeitziel einhältst, ist der Bär Tom voll happy, weil er Zeit hatte fischen zu gehen.

Welche Apps helfen dir, fokussiert zu bleiben und deine Ziele zu erreichen?

Oder setzt du lieber auf Bullet Journaling? Schreib‘s mir in die Kommentare, ich freu mich drauf!

Mit Photos von Giorgio Trovato und Daria Volkova on Unsplash

*Bitte sieh bei den jeweiligen Apps nach, ob die Konditionen/Preise noch so stimmen, die hier genannten Preise sind Juni 2021 und ohne Gewähr.

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